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Adolf Richard Fleischmann

Esslingen 1892 - Stuttgart 1968


Fleischmann studiert an der Königlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart von 1908 bis 1911. Anschließend absolviert Adolf Fleischmann noch zwei Jahre an der Königlichen Kunstakademie, wo er u.a. bei Adolf Hölzel lernt. Fleischmann übernimmt danach eine Tätigkeit an der Werkstätte für grafische Kunst in Stuttgart. 1917 erhält Adolf Fleischmann eine Anstellung als wissenschaftlicher Zeichner am Kantonsspital in Zürich. In dieser Zeit entstehen noch Werke in akademischer Manier. Der Künstler wendet sich in den zwanziger Jahren zunehmend der Abstraktion zu. 1928 beteiligt sich der Maler an den "Juryfreien" Ausstellungen in Stuttgart und Berlin. Ab diesem Zeitpunkt lebt der Künstler in den folgenden fünf Jahren abwechselnd in Berlin, Hamburg, Ascona, Paris und im Tessin. 1936 entsteht noch eine Serie konstruktiv-geometrischer Collagen. Danach verlässt Fleischmann 1937 die strenge Geometrie und widmet sich zunehmend einer stärker durch organische Formen geprägten abstrakten Malerei. Während eines zweijährigen Aufenthaltes ab 1948 in Paris, schließt sich Fleischmann der Gruppe "L'Equipe" an. Den Lebensunterhalt verdient der Künstler mit Stoff-, Plakat- und Tapetenentwürfen. Zwischen 1940 und 1945 lebt Fleischmann in Südfrankreich, wird in dieser Zeit jedoch mehrmals interniert. Nach einer erneuten kurzen Periode geometrischer Bildsprache um 1943 findet Fleischmann ab 1946, als er sich den "Réalités Nouvelles" anschließt und die Gruppe "Espace" mitgründet, zu einer geschwungenen linearen Malweise. Eine erste Einzelausstellung findet 1948 in der Pariser Galerie Creuze statt. Am Beginn von Fleischmanns Spätwerk ab 1950 stehen rhythmisch gruppierte, in schmale Winkel gebundene Streifen. 1952 kehrt der Künstler Europa den Rücken und zieht für über zehn Jahre nach New York, wo er von 1953 bis 1962 als wissenschaftlicher Zeichner am College of Physicians and Surogeons der Columbia University in New York arbeitet. 1965 erfolgt die Rückkehr nach Deutschland. Die letzten Jahre seines Lebens verbringt Fleischmann in Stuttgart. Im Ulmer Museum findet 1973 die erste große Retrospektive statt.


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